1907. Robert Baden-Powell (1857-1941) veranstaltete das erste Pfadfinderlager auf der Insel Brownsea (GB), die 20 Jugendliche aller Herkünften empfing. Baden-Powell wurde schon seit 1920 Pfadfinderoberhaupt der Welt proklamiert. Seine Frau, Olave (1889-1977), wird die gleiche Rolle bei den Pfadfinderinnen spielen.
1911. Die Pfadfinderbewegung übt ihre Anziehungskraft auf die unternehmende Jugend aus. Örtliche Gruppen richten sich ein, Teams entwickeln Projekte. Die „Eclaireurs de France“ und die evangelischen „“Eclaireurs unionistes de France“ werden gegründet.
1920. Die Föderation der „Scouts de France“ wird von Pater Jacques Sevin, s.j. gegründet, der Domherr Cornette und Edouard de Macédo.
1921. Gründung der französischen Föderation der Pfadfinderinnen, die 3 unabhängigen weiblichen Abteilungen umgruppiert : eine Konfessionslose, eine Evangelische und eine Jüdische.
1922. Dank dem Impuls von PR Sevin, s.j. wird Schloß Chamarande (Essonne) das nationale Schullager für die Ausbildung der „Chefs“ (Betreuer, Leiter) der „Scouts de France“. Bei den „Guides de France“ wird Schloß Argeronne (Eure) die gleiche Funktion erfüllen.
1923. Albertine Duhamel gründet die „Guides de France“. Sie versammeln junge katholische Mädchen. Marie Diemer erfindet dann die Pädagogik der „Jeannettes“ (9-12 Jährige) und dann die der ältesten Betreuerinnen (17-19 Jährige). Gründung der Pfadfindern der See („Scouts Marins“) und der „Eclaireurs et Eclaireuse Israélites de France“ (französische jüdische Pfadfinder u. Pfadfinderinnen)
1927. Beginn in Berck (Pas-de-Calais) der Pfadfinderbewegung für körperlich und geistig Behinderte, als Erweiterung der jeweiligen Pfadfinderbewegung. Bei den „Guides de France“ erscheint 1932 ein Erweiterungszweig für den Empfang junger behinderten Mädchen.
1933. Unter dem Impuls von Madeleine Delbrêl, Ursprung der „Charité de Jésus“, deren erste Gruppe, sich in Ivry-sur-Seine niederläßt.
Juli 1937-März1938. Zwei Pfadfinder, Guy de Larigaudie und Roger Drapier, stellen die erste Autoverbindung Paris-Saïgon auf. 12 000 km und durch 16 Länder in einem Gebrauchtwagen, ohne technische Hilfe.
Pierre Joubert veröffentlicht seine ersten Pfadfinderzeichnungen. Seither und bis 1956 werden seine Zeichnerzüge die Pfadfinderbewegung begleiten. Der Zeichner öffnet den Weg einer Tradition der Pfadfinderbildergeschichten, die später Bernard Dufossé, Laurent Vicomte, Kieffer oder Mofrey weiter fortsetzen werden.
1939. Die „Scouts de France“ Pfadfinder sind 75 000 und die „Guides de France“ 23 000. Sie werden für ihre Zeit auf dem Gebiet des Theaters einschneidend sein, sei es mit der Gründung schon seit 1930 der „Comédiens Routiers“ um Léon Chancerel herum, dann nach dem Krieg mit der Gründung durch César Geoffray der „A coeur Joie“ Chorbewegung oder mit Komponisten wie Francine Cockempot.
1940-1944. Die deutsche Besatzung entmündigen die Pfadfinderbewegungen im Nordgebiet Frankreichs. Diese aber bleiben heimlich in Kraft.
1947. Der Scout-Jamboree des Frieden in Moisson (Yvelines) („Le Jamboree de la Paix“) bringt 25 000 Pfadfinder aus 42 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Nach einem Weltkrieg verteidigt die Pfadfinderbewegung den Frieden.
1949. Mit der Einführung der „Raiders“ frischt Michel Menu die Pfadfinderpädagogik der 12 bis 17 Jährige auf.
1952. Ankauf von Schloß Jambville (Yvelines) als Ausbildungszentrum und Aufenthaltsstelle für Pfadfindertreffen. Bei den „Guides de France“ wird ab 1961 das „Feux Nouveaux“ Zentrum in Mélan (Alpes de Hautes-Provence) gebaut.
1953. Sternfahrt („Rallye ») von Guides de France Gruppen in Jambville. Neue Formulierung des Pfadfinderinnengesetzes in Anwesenheit von lady Baden-Powell. Michel Rigal wird General-Kommissar der „Scouts de France“, während Marie-Thérèse Chéroutre seinerseits General-Kommissar der „Guides de France“ wird.
1954-1962. Der Kriegszustand in Algerien verursacht manche Spannungen innerhalb der „Scouts de France“, besonders im Jahre 1957 bei der Krise der älteren Pfadfinderzweig („La Route“) über die Jean Müller Unterlagen.
1960–1966. Pädagogische Reform der „Scouts de France“ (1964) und der „Guides de France“ (1966), während das Konzil Vatikan II. stattfindet. Der Pfadfinderzweig der 12 bis17 Jährige wird in zwei getrennt : die 12 bis14 Jährige und die 14 bis17 Jährige. Dieser neue Kurs wird von einigen bestritten, die schließlich zu den „Scouts d’Europe“ übergehen oder die „Scouts Unitaires de France“ (1971) gründen werden.
1973. 10 000 Pfadfinder Verantwortliche - Leiter und Betreuer – treffen sich in La Trivalle ein, im geistlichen Zusammenhang der Mai 1968 Ereignisse. Seine Projekte miteinander teilen, seinem Leben einen Sinn geben, sind am Menü. Der „Anruf auf Hoffnung“ („L’Appel à l’espérance“ wird feierlich bekannt gegeben.
1975. Die „Scouts de France“ veröffentlichen „Baden Powell aujourd’hui“ (Baden-Powell heute). Die pädagogischen Begründungen der Pfadfinderbewegung sind erneut klar und deutlich bekräftigt.
1982. Eröffnung der „Scouts de France“ Pfadfinderbewegung an Mädchen.
1985. Erstes nationales Pfadfinder-Treffen („Jamboree“) der 12 bis 14 Jährigen Pfadfindern in Jambville, wo sich 15 000 Jugendliche versammeln.
1991. Gründung mitten im Golf Krieg der moslemischen „Scouts Musulmans de France“ mit der Unterstützung der „Scouts de France“.
1994. Blaues Jamboree für 5 000 „Guides de France“ Pfadfinderinnen in Richelieu
2004. Vereinigung der „Scouts de France“ und der „Guides de France“ und Entstehung der „Scouts et Guides de France“. Diese neue Bewegung hat im Mai 2006 bis auf 5000 Verantwortliche für ihr erstes Nationaltreffen, und sie hat bis auf 15 840 Jugendliche, im Juli 2006, für das Jamboree der 11-14 Jährige versammelt.